Sonstiges: Das bäuerliche Jahr: Unterschied zwischen den Versionen

 
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waren fünf Zentner auf dem Dachboden untergebracht. Deren Aussaat erfolgt sehr früh im Jahr (Februar bis April) und nach etwa 100 Tagen kann geerntet werden.
waren fünf Zentner auf dem Dachboden untergebracht. Deren Aussaat erfolgt sehr früh im Jahr (Februar bis April) und nach etwa 100 Tagen kann geerntet werden.


==Viehwirtschaft ==
Auch der Viehbestand ist in der  [[Dokumente: 1926-11-06 Zusammenstellung des Staatsanwaltes Pielmayer|Pielmayer-Zusammenstellung]] aufgeführt.
===Rinder===
Rinder werden i. d. R. zweimal täglich gefüttert (morgens und abends). Der stark schwankende Wasserbedarf  hängt  u. a. von Gewicht, täglicher Futteraufnahme und Umgebungstemperatur ab. Unter den herrschenden [[Wissen: Das Wetter und die Lichtverhältnisse rund um die Tat | Temperaturen]] zwischen [[Sachverhalte: Wurde zwischenzeitlich das Vieh versorgt?| Tat und Auffindung]] nannte ein Tierarzt als tägliche Trinkmenge 15-30 Liter Wasser für Milchkühe. Für die Erleichterung des  tränkens hatte [[Personen: Gruber Andreas |Andreas Gruber]] eine hölzerne Rinne gezimmert die das Wasser vom Brunnen zum Stall leitete.<br>
Oberhalb des Futtergangs befand sich eine Luke über die das Heu eingeworfen werden konnte. Im Stadel wo man die vier Leichen fand stand eine [[Historische Geräte und Maschinen: Gsodmaschine | Futterschneidemaschine]].
====Ochsen ====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit zwei Ochsen im Stall, für die man im Stadel auch [[Sachverhalte: Inventar Wirtschaftsbereich |2 Ochsengeschirre]] aufbewahrte.<br>
====Stier====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit zwei Stiere im Stall.<br>
====Kühe====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit vier Kühe im Stall.<br>
Zusätzlich zu der Fütterung mußten die Kühe morgens und abends noch gemolken werden.
====Jungrind ====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit drei Jungrinder im Stall.<br>
Eines dieser Jungrinder war bei der [[Sachverhalte:_Die_Auffindung|Auffindung]] nicht im Stall angekettet, sondern hielt sich im Bereich der Scheunentüre auf wo es die [[Personen: Die Auffindungszeugen | Auffindungszeugen]] sahen.<br>
Jungrinder sind Rinder im Alter von einem Jahr bis zur Geschlechtsreife im Alter von ca. 18 Monaten.
====Kalbin ====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit zwei Kalbinnen im Stall.<br>
Als [https://www.all-in.de/nachrichten/rundschau/Wie-nennt-man-was-Kalbinnen-Ochsen-und-Schumpen;art2757,600608 Kalbin] wird ein  junges weibliches, schon geschlechtsreifes Rind, das noch nicht abgekalbt hat bezeichnet, bei Kalbinnen entfällt daher auch das Melken.
====Kalb====
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit drei Kälber im Stall.<br>
Für die Kälber befand sich im Stall neben der Türe ein [[Dokumente: Die Tatortskizzen|  eigener Platz]]. Von dort aus wurden sie zweimal täglich der Mutterkuh zum säugen zugeführt.
===Ferkel===
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit zwei Ferkel im Stall.<br> Die beiden Ferkel machten bei der Auffindung einen stark geschwächten Eindruck und wurden von [[Personen: Schlittenbauer Lorenz |Lorenz Schlittenbauer ]] zur Versorgung mit auf dessen Hof genommen.
===Hühner===
Laut Inventarsprotokoll befanden sich zur Tatzeit etwa 25 Hühner am Hof.<br>
Hühner bedarfen vergleichsweise wenig Aufwand. Im natürlichen Lebensraum fressen Hühner Gras, Körner, Würmer, Schnecken und Insekten. Körner und damit Getreide sind quasi das Grundnahrungsmittel der Hühner. Die Hühner mögen am meisten Weizen, gefolgt von Mais und Gerste.  Auch wenig gewürzte und vorher zerkleinerte Essensreste kann man an die Hühner verfuttern. Der tägliche Wasserbedarf beträgt etwa 250 ml/Huhn. <br>
===Hund===
Über den vorhanden Hund gibt es eine [[Wissen: Der Deutsche Spitz|Spezialseite über die Rasse]] und eine [[Sachverhalte: Der Spitz|Seite mit Aktenfundstücken]]
===Gänse===
Zur Tatzeit befanden sich zwar keine Gänse auf dem Hof, aus der  [[Aussagen: 1952-07-09 Rieger Kreszenz II |Aussage]] der Kreszenz Rieger vom 09.07.1952 geht jedoch hervor, daß auf dem Hof Gänse geschlachtet wurde, evtl. fand dies nur zu besonderen Feiertagen wie Martini oder Kirchweih statt. <br>
Als Weidetiere sind Gänse während der Vegetationszeit Selbstversorger und müssen nicht zugefüttert werden. Frisches Wasser muss aber immer vorhanden sein und die Wasserstelle sollte mindestens einmal pro Tag gereinigt werden.
==sonstige Arbeiten ==
==sonstige Arbeiten ==
===schlachten===
===schlachten===
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