Erinnerungen v. Alois Schlittenbauer - Dokument 2

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VORTRAG LEUSCHNER


Vortrag vom Peter Leuschner am 9.April 2002 in Kaisheim.
Oberinspektor Reingruber hat alle seine Fälle fein säuberlich aufgeschrieben, aber über Hinterkaifeck keine Silbe. Es wurden keine Verwandten von Gabriel oder Gruber vernommen, auch kein Lehrer. Der Lehrer Yblagger kam erst nach einem Jahr nach dem Mord nach Waidhofen. Die Aussage vom Pfarrer Haas fehlt in den Akten.
Und wenn einer die Tiere gefüttert hat, hätte er das lose Kalb bestimmt angebunden.



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KURZ ZUSAMMENGEFASST


  • Am 14.07.1918 starb von unserm Vater, Lorenz Schlittenbauer seine 1.Frau. Er hatte ein Verhältnis mit der Viktoria Gabriel.
  • Am 07.09.1919 war die Geburt vom Josef. Man wusste nicht wer der Vater vom Josef war und aus der Heirat wurde nichts.
  • Es wo11ten in den Hof vom Schlittenbauer welche einheiraten, aber die Schwiegermutter und seine großen Kinder waren dagegen.
  • Am 07.05.1921 heiratet unser Vater unser Mutter, sie war 29 Jahre alt, mit Sohn 8 Jahre.
  • Am 26.03.1922 starb ihr gemeinsames Kind, es war 4 Wochen alt
  • Am 17.03.1922, 14 Tage vor dem Mord in Hinterkaifeck wurden 700,-Goldmark im Beichtstuhl abgelegt, von der Frau Viktoria Gabriel.
  • Am 26.03.1922 Sonntag, 8 Tage vor dem Mord hat die Viktoria Gabriel mit einem Fremden an der Kirche einen Streit. (vom Sohn, Johann Schlittenbauer,)
  • Es wurden zwei lukiartige Burschen gesehen in der Umgebung. Am 28. und 29.4.1922
  • Am 27.03.1922 Montag, Gruber fragt nach einem Brief beim Postboten.
  • Am 29.03.1922 Mittwoch, wird wieder nach einem Brief gefragt.
  • Am 30.03 1922 Donnerstag, ein fremder Mann wird von der Viktoria gesehen.
  • Der Gruber findet am Waldrand die Münchner-Zeitung, vom Vortag. Die Frau Gruber wird im Wald gesucht und gefunden, sie hatte sich wegen eines Streits im Wald versteckt gehabt.
  • Der Gruber erzählt dem Schlittenbauer und Stegmeier vom Einbruch im Motorenhaus, von der Nacht zwei Spuren die in den Hof gehen und der Hausschlüssel geht ab.
  • Am 31. 03. 1922 Freitag, die Cäzilia ist in der Schule eingeschlafen. (wegen der Suche)
  • Gruber und Tochter Viktoria erzählen in Schrobenhausen, von der Unruhe in der Nacht.
  • Der Briefträger wird nach dem Brief und der Münchner-Zeitung gefragt.
  • Die Magd mit der Schwester kommt am Abend. Der Mord gegen 20-22 Uhr.
  • Am 01.04.1922 Samstag, die Cäzilia fehlt in der Schule.
  • Michael Plöckl sieht am Backhaus Rauch und im Wald Lichtblitze.
  • Die Kaffeevertreter haben niemand angetroffen.
  • Am 02.04.1922 Sonntag, es war niemand in der Kirche.
  • Am 03.04.1922 Montag, war außerordentliche Ruhe (Pöll). Die Zeitung vom Freitag steckt noch außen am Fenster. Der Monteur war von 9 Uhr bis l4.30 Uhr am Hof, am Motorrichten.
  • Er hat ins Stallfenster hineingeschaut, die Kühe zogen an den Ketten.
  • Die Buben vom Schlittenbauer machten Nachschau gegen 16 Uhr.
  • Die Entdeckung der Leichen war gegen 17 Uhr.
  • Die Hohenwarter Polizei kamen gegen 18 Uhr.
  • Die Polizei aus Schrobenhausen und Neuburg kamen erst gegen 22 Uhr.
  • Am 05.04. und 06.04. Mi.-Do., war die Sektion.
  • Der Schlittenbauer und andere Männer waren auch oben, aber nur zur Wache.
  • Kurz zusammengefasst: Der 29.November 1918 soll der Empfängnistag vom kleinem Josef gewesen sein, er wurde zurückgerechnet. Die Geburt war am 7.9.1919.(steht im Projektabschlussbericht von 2004/2007),
  • Auch ein blutiges Bandeisen ist beim Abriss des Hinterkaifeckeranwesen gefunden worden.. (neu)
  • Das Gewehr wurden nicht gefunden. (neu)
  • Der Brief der auch später nicht angekommen ist.
  • Die Brotsuppe war die neu, oder 4 Tage alt. Wie viel Brot war noch vorhanden?
  • War noch abgewaschenes Rauchfleisch vorhanden. Was haben die Mörder gegessen. Keine Fingerabdrücke wurden genommen. (Bekannt seid 1903 - 1906).
  • Die erfundene Tierfütterung: Die großen Tiere machten einen Buckel, sie haben nur Wasser gesoffen. (Schwaiger)
  • Die Ferkel waren am Verhungern. Der Hühnerstall war noch zugesperrt.
  • Das frische Loch in der Scheune, die Trägerstützen im Hof. (Kriegssachen?) Die Hinterkaifecker wollten doch keinen Stall erneuern, die waren doch Selbstversorger wie die anderen Bauern auch. Das Futter der Tiere hat doch nur für das was nötig war gereicht.


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ERINNERUNGEN VON J. SCHRITTENLOCHER


Schrittenlocher:
Ich war alle Jahre beim Hinterkaifecker oben und habe bei der Erntearbeit mitgeholfen, es war alles sauber. Am 7.9.1919 kam der kleine Josef in Hinterkaifeck zur Welt. Wir waren an diesem Tag beim Hinterkaifecker und haben zum Dreschen aufgebaut. Der Gruber ist erst nach dem Aufbau aus dem Haus gekommen und wir fragten im warum er solange sich nicht sehen lassen hat. Er sagte: Seine Tochter hat einen Sohn geboren. Es hat deswegen solange gedauert. Ich fragte: Hat sie dann auch einen Vater. Er sagte: Mir wäre lieber du wärst es gewesen als der Kerbelzäuner.(Korbmacher)

Dein Vater hatte Asthma und hatte immer so hastig geschnauft, so: ha ha,ha,ha. Die Kinder im Dorf nannten ihm deswegen immer den Dadada.
(Mein Schwiegervater J. Schrittenlocher)



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GEDANKEN VON ALOIS ZUM MORDVERDACHT GEGEN SEINEN VATER


Jetzt werden Bücher geschrieben und Filme gezeigt.
Ein Hauptkommissar malt schöne Bilder über Hinterkaifeck hält saubere Vorträge, dichtet ein schönes Lied, singt es sogar selber. Er meint sogar, seine früheren Kollegen haben den Schlittenbauer nicht so richtig in die Mangel genommen.
KHK Konrad Müller hätte den Fall Hinterkaifeck gerne gelöst, was andere Personen auch gemacht haben und er hat dort weitergemacht, wo dem Schlittenbauer sein Nachbar Jakob Sigl usw. aufgehört haben. Ich habe Herrn Kriminalhauptkommissar Müller am Flohmarkt in Ingolstadt getroffen, da stellte ich mich vor, dass ich ein Sohn vom Schlittenbauer bin, denn sie als Hinterkaifeckermörder in ihrem Vortrag in Hundszell genannt haben. Müller seine Antwort war: Da lebt doch keiner mehr, die Kinder vom Schlittenbauer sind doch alle schon gestorben.
(Na ja, da muss er noch ein bisschen warten, dann kann er weiter machen)

Herr KHK. Müller hat mich 2002 zu ihm nach Wettstetten eingeladen und hätte mir die Legende von Hinterkaifeck zugänglich gemacht. Ich folgte der Einladung und bin am ausgemachten Termin bei ihm um 9 Uhr eingetroffen. An der Haustür war ein Zettel: Entschuldigung ich habe meine Frau ins Krankenhaus fahren müssen. Ich habe dann 2 Stunden im Auto gewartet, dann bin ich zur Gemeinde gefahren und habe meinen selber aufgeschriebenen Lebenslauf von meinem Vater dort ablichten lassen. Ich habe den Herrn von der Gemeinde erzählt von dem Vorfall und wegen was ich hier bin, der Gemeindediener sagte: Ich habe die Frau vom Müller gestern Abend noch gesehen und mit ihr geredet, ich glaube kaum das sie krank ist, sie arbeitet ja im Krankenhaus. Ich hätte dann den Lebenslauf bei der Nachbarin abgegeben wollen und fragte sie zuerst, da war der Hund ruhig. Ich holte das Papier aus dem Auto und wollte der Nachbarin das Papier geben, da war nur der Hund mit einem fürchterlichen Gebell da und keine Nachbarin mehr. Ich habe dann den Lebenslauf von meinem Vater beim Müller in den Briefkasten gesteckt. Ich bekam von Herrn Müller keine Nachricht.

2004 habe ich einen Brief von Herrn Müller bekommen, am 19.03.2004
Sehr geehrter Herr Schlittenbauer, ich hatte die Absicht die Legende von Hinterkaifeck eines Tages zugänglich zu machen, doch ein sarkastischer Leserbrief, der jede Sachkenntnis missen lässt, er wird Ihnen bekannt sein, hat meine Zugänglichkeit eingefroren. Das ich ihren Brief dennoch beantworte, liegt an ihren verständlichen Beweggründen.
Die Veröffentlichungen durch die Presse-Medien, insbesondere der Bericht in der Schrobenhausener Zeitung vom 28/29.02.2004 „Er kennt seinen Namen" und vor allen die Ausführungen in Bild am Sonntag, vom 27.10.1991, sind Darstellungen die ich niemals geäußert habe, sie wurden mir "in den Mund gelegt". Diese fälschlichen Darstellungen geben mir Anlass, in Zukunft einen Dialog mit Medien aller Art abzulehnen. Der Mordfall Hinterkaifeck wird durch meine Person ad acta gelegt.
Seit Besprechung am 24.06.1997 wurde von mir der Name Schlittenbauer im Zusammenhang mit dem Mordfall Hinterkaifeck in keiner Weise mehr erwähnt. Ergänzend führe ich an, dass es eine Vermessenheit darstellen würde Lorenz Schlittenbauer als Täter zu bezeichnen.
Mit freundlichen Grüßen.

Auch die Regina Weichselbaumer hat einen Brief bekommen, Mainz, 31.10.1991
Ich habe sehr großes Verständnis dafür, dass Sie nicht wollen, dass die Erinnerung an Ihren Vater belastet wird. Aber wie Sie ja von Herrn Hieber inzwischen erfahren haben, kommt in den Film die von Ihnen beanstandete Aussage von Herrn Schwaiger gar nicht vor, sondern es wird im Gegenteil festgestellt, dass alles zwingend für die Unschuld von Herrn Schlittenbauer spricht. Bitte schauen Sie sich den Film am 12.November im ZDF an. Sie werden sehen, dass Ihre Bedenken ganz unbegründet waren.
Mit freundlichen Grüßen