Wissen: Der Erkennungsdienst der Polizeidirektion München: Unterschied zwischen den Versionen

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Da das Verfahren Henrys das daktyloskopische Ursystem war und von allen Klassifikationsmethoden die weiteste Verbreitung genoß, entschied man sich dafür. Die K. Polizeidirektion München hat das System Henry den beiden anderen Methoden vorgezogen, weil sie das Ursystem trotz mancher Mängel immer noch für besser hielt als die abgeleiteten Systeme Berlins und Hamburgs und außerdem auch deshalb , weil das englische System in Deutschland und im Ausland am weitesten verbreitet ist. Am 1. Juli 1909 trat die Registratur für Fingerabdruckbogen beim Münchener Erkennungsdienst ins Leben.<br>
Da das Verfahren Henrys das daktyloskopische Ursystem war und von allen Klassifikationsmethoden die weiteste Verbreitung genoß, entschied man sich dafür. Die K. Polizeidirektion München hat das System Henry den beiden anderen Methoden vorgezogen, weil sie das Ursystem trotz mancher Mängel immer noch für besser hielt als die abgeleiteten Systeme Berlins und Hamburgs und außerdem auch deshalb , weil das englische System in Deutschland und im Ausland am weitesten verbreitet ist. Am 1. Juli 1909 trat die Registratur für Fingerabdruckbogen beim Münchener Erkennungsdienst ins Leben.<br>
Weitere Details inklusive einer Statistik der bayerischen Landestelle für Fingerabdrücke auf unserer [[Wissen: Fingerabdrücke|Spezialseite]].
Weitere Details inklusive einer Statistik der bayerischen Landestelle für Fingerabdrücke auf unserer [[Wissen: Fingerabdrücke|Spezialseite]].
====Behandlung der am Tatort gefundenen Fingerabdrücke====
[[Ermittler: Rubner Josef|Josef Rubner]] von der Polizeidirektion in München, berichtete von einem von ihm entwickelten, neuen Verfahren bei der Aufnahme von Fingerabdrücken am Tatort. Seiner Meinung nach bildeten die bis zu diesem Zeitpunkt gebräuchlichen Methoden, wie z.B. das Auflegen von klebrigen, undurchsichtigen Präparaten auf die eingestäubten Fingerabdrücke, Probleme, da sich häufig Luftblasen bildeten, die eine einwandfreie Aufnahme der Spur verhinderten. Falls der Abzug jedoch gut gelang, so ist er dennoch seitenverkehrt, und muss erst seitenrichtig hergestellt werden, was nach Rubner am besten mit der Schneiderʼschen Folie gelang. Dies war für ihn auch das beste Verfahren, neben dem Fotografieren der Fingerabdrücke, welches aber viel zeitaufwendiger und teurer war. Rubner entwickelte ein seiner Ansicht nach billigeres und einfacheres Verfahren. <br>
Er mischte, jeweils in gleicher Menge, Glyzerin und eine Gummilösung, die damals in Büros als Klebemittel verwendet wurde, miteinander und trug dieses Gemenge auf Gelatinepapier auf, das er sodann in der Luft trocknete. Mit Hilfe dieses Gelatinepapiers konnte man nun Fingerabdrücke, die mit Staub – laut Rubner am besten mit feinem Aluminiumpulver – sichtbar gemacht worden waren, abnehmen.


== Photographie==
== Photographie==