Wissen: Der Erkennungsdienst der Polizeidirektion München: Unterschied zwischen den Versionen
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Zunächst wurden die Bilder der lebenden Personen nach „Verbrecherspezialitäten“ geordnet in Schachteln aufbewahrt. Man erkannte jedoch bald, daß der Wert dieser Sammlung nicht sehr groß war, denn ein Nachsuchen war nur dann erfolgreich, wenn die Verbrecherkategorie des Gesuchten die gleiche war wie die, unter der die Photographie seinerzeit registriert worden war. | Zunächst wurden die Bilder der lebenden Personen nach „Verbrecherspezialitäten“ geordnet in Schachteln aufbewahrt. Man erkannte jedoch bald, daß der Wert dieser Sammlung nicht sehr groß war, denn ein Nachsuchen war nur dann erfolgreich, wenn die Verbrecherkategorie des Gesuchten die gleiche war wie die, unter der die Photographie seinerzeit registriert worden war. | ||
Diese Erkenntnis führte Dr. Robert Heindl in München zu seinen, den Lesern des Archivs bekannten Vorschlägen einer anderen Einteilung der Photographiensammlung. Heindl ordnete die Schachteln mit den Photographien in einen waagrecht und senkrecht in gleich große Fächer geteilten Schrank ein. Die Photographien werden zunächst nach der Körpergröße geordnet. Die oberste Fachreihe enthält die größten, die unterste die kleinsten Verbrecher. Die 8 waagrechten Reihen sind nach der Verbrechensspezialität senkrecht geteilt. In den einzelnen Schachteln sind die Photographien nach dem Geburtsjahr des Verbrechers gelegt; der älteste liegt am weitesten hinten, der jüngste liegt ganz vorn. Diese Dreiteilung nach den Dimensionen des Schrankes (Breite: Körpergröße, Höhe: Verbrechensspezialität, Tiefe: Alter) ermöglicht ein sicheres, planmäßiges Suchen, das bei der Einteilung lediglich nach der Verbrechensspezialität nicht möglich war. | Diese Erkenntnis führte Dr. Robert Heindl in München zu seinen, den Lesern des Archivs bekannten Vorschlägen einer anderen Einteilung der Photographiensammlung. Heindl ordnete die Schachteln mit den Photographien in einen waagrecht und senkrecht in gleich große Fächer geteilten Schrank ein. Die Photographien werden zunächst nach der Körpergröße geordnet. Die oberste Fachreihe enthält die größten, die unterste die kleinsten Verbrecher. Die 8 waagrechten Reihen sind nach der Verbrechensspezialität senkrecht geteilt. In den einzelnen Schachteln sind die Photographien nach dem Geburtsjahr des Verbrechers gelegt; der älteste liegt am weitesten hinten, der jüngste liegt ganz vorn. Diese Dreiteilung nach den Dimensionen des Schrankes (Breite: Körpergröße, Höhe: Verbrechensspezialität, Tiefe: Alter) ermöglicht ein sicheres, planmäßiges Suchen, das bei der Einteilung lediglich nach der Verbrechensspezialität nicht möglich war. | ||
====Statistik über die photographischen Arbeiten des Erkennungsdienstes München==== | |||
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! Aufnahmen | |||
! lebender Personen | |||
! sonstige Aufnahmen | |||
!Summe der Aufnahmen | |||
!Kopien | |||
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|1903 | |||
|894 | |||
|31 | |||
|925 | |||
|4027 | |||
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|1904 | |||
|1006 | |||
|35 | |||
|1041 | |||
|3619 | |||
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|1905 | |||
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|1906 | |||
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|1907 | |||
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|1908 | |||
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|1909 | |||
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== Weitere Hilfsmittel== | == Weitere Hilfsmittel== | ||