Dokumente: 1922-04-14 Nachforschungen: Wilhelm Dressel: Unterschied zwischen den Versionen
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Er war auch beschuldigt in der Mordsache G a r e i s verwickelt gewesen zu sein. Er wurde jedoch festgestellt, dass er nicht in Frage kommt. (Bericht der Pol.Dir.München vom 14.11.21)<br> | Er war auch beschuldigt in der Mordsache G a r e i s verwickelt gewesen zu sein. Er wurde jedoch festgestellt, dass er nicht in Frage kommt. (Bericht der Pol.Dir.München vom 14.11.21)<br> | ||
Am 17.10.21 wurde Dressel in Freilassing festgenommen. Er wurde beschuldigt, als Angehöriger der Nachrichtenzentrale des Freikorps Oberland in Oberschlesien mit einem gewissen verm. Polizeikom. Friedrich, auch Hauptmann Fischer genannt, einem Josef Gump u. Mussweiler, 9 Morde verübt zu haben. Er wurde dem A.G. München überstellt und am 22.10.21 aus der Haft entlassen. Er stellte die Anschuldigungen in Abrede. (Bericht der Pol.Dir.München vom 14.11.21.) | Am 17.10.21 wurde Dressel in Freilassing festgenommen. Er wurde beschuldigt, als Angehöriger der Nachrichtenzentrale des Freikorps Oberland in Oberschlesien mit einem gewissen verm. Polizeikom. Friedrich, auch Hauptmann Fischer genannt, einem Josef Gump u. Mussweiler, 9 Morde verübt zu haben. Er wurde dem A.G. München überstellt und am 22.10.21 aus der Haft entlassen. Er stellte die Anschuldigungen in Abrede. (Bericht der Pol.Dir.München vom 14.11.21.) | ||
Dressel führt ein regelrechtes Hochstaplerleben, jedoch wusste er sich bis jetzt immer aus der Schlinge zu ziehen. In den letzten Wochen | Dressel führt ein regelrechtes Hochstaplerleben, jedoch wusste er sich bis jetzt immer aus der Schlinge zu ziehen. In den letzten Wochen soll er bei der Landespolizei in Ansbach tätig gewesen sein. Seinen Vater den Landgerichtsoffizianten Hans D r e s s e l, wohnhaft Rugendasstr. No 1/o dahier, machte er dies vor.<br> | ||
Vor etwa 4-5 Wochen hielt er sich hier unangemeldet auf. Zu seinen Eltern kam er nur ab und zu. Er verkehrte hier in verschiedenen Wirtschaften, machte kleinere Zechen, die sein Vater bezahlte. Nach den Erhebungen war er fast immer alleine, es heisst mit ihm wollte niemand etwas zu tun haben.<br><br> | Vor etwa 4-5 Wochen hielt er sich hier unangemeldet auf. Zu seinen Eltern kam er nur ab und zu. Er verkehrte hier in verschiedenen Wirtschaften, machte kleinere Zechen, die sein Vater bezahlte. Nach den Erhebungen war er fast immer alleine, es heisst mit ihm wollte niemand etwas zu tun haben.<br><br> | ||
Aktuelle Version vom 6. Februar 2026, 13:52 Uhr

Detailinformationen
Ergebnisse der Nachforschungen nach dem Verbleib Wilhelm Dressels
Datum
14.4.1922
Ort
Augsburg
Art des Dokumentes
Schreiben
Verfasser
Verfasst für
Quelle
Bayerisches Armeemuseum (im Original zur Zeit in der Sonderausstellung "Mythos Hinterkaifeck" zu sehen)
Inhalt
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Augsburg, den 14. April 1922 Betreff: I. Bezugnehmend auf die beiliegende Zuschrift der Pol. Dir. München, wird berichtet: Nach Aussage seines Vaters kam er am 10.4.22 vormittags nach Hause. Er brachte vor, dass er wieder nach Russland fahren werde. Im Beisein seines Vaters löste er eine Fahrkarte nach Torn. Seitdem ist er verschwunden und sein Aufenthalt vollständig unbekannt. Da er sonst nie Geld hatte tritt unwillkürlich die Frage auf, woher er auf einmal soviel Geld hat. Die Fahrt nach Torn bezahlte er selbst; sein Vater hat ihm kein Geld gegeben. Möglich ist aber auch, dass Dressel seine Abreise markierte. Es ist auch seinem Vater nicht recht viel Glauben zu schenken, denn er hilft seinem Sohne wo er kann. |