Korbmacher und deren Lebensumstände: Unterschied zwischen den Versionen
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Am Vormittag des 14.10.1873 starb Anna Weidner an der Cholera, und hinterließ ihrem Ehemann die beiden Söhne Anaclotus „Annaklet“ und <u>Johann</u> Baptist. | Am Vormittag des 14.10.1873 starb Anna Weidner an der Cholera, und hinterließ ihrem Ehemann die beiden Söhne Anaclotus „Annaklet“ und <u>Johann</u> Baptist. | ||
Annaklet erhielt ein Wohnrecht im Haus bis zur Eheschließung, der jüngere Sohn Johann, der als „krüppelhaft und durchaus unfähig [...], jemals selbst seinen Unterhalt zu erwerben“, bezeichnet wurde, erhielt das Wohnrecht auf Lebenszeit. | Annaklet erhielt ein Wohnrecht im Haus bis zur Eheschließung, der jüngere Sohn Johann, der als „krüppelhaft und durchaus unfähig [...], jemals selbst seinen Unterhalt zu erwerben“, bezeichnet wurde, erhielt das Wohnrecht auf Lebenszeit. Im angrenzenden Stall wurde eine Ziege gehalten, da eine Kuh zu teuer gewesen wäre.<br> | ||
Michael Weidner heiratete 1876 (07.02.1876 mit Walburga Luft aus Karlsuh) erneut, verkaufte das Haus, wohnte aber mit seiner Familie weiterhin darin – nun zur Miete. 1877 kaufte er es wieder zurück. Zwölf Jahre später am 15.04.1889 starb er. | Michael Weidner heiratete 1876 (07.02.1876 mit Walburga Luft aus Karlsuh) erneut, verkaufte das Haus, wohnte aber mit seiner Familie weiterhin darin – nun zur Miete. 1877 kaufte er es wieder zurück. Zwölf Jahre später am 15.04.1889 starb er. | ||
Zu diesem Zeitpunkt war Annaklet Weidner bereits ausgezogen und lebte als Fabrikarbeiter in Heufeld. Johann Weidner zahlte ihn und die Stiefmutter aus, letztere erhielt aber ein Wohnrecht im Haus.<br> | Zu diesem Zeitpunkt war Annaklet Weidner bereits ausgezogen und lebte als Fabrikarbeiter in Heufeld. Johann Weidner zahlte ihn und die Stiefmutter aus, letztere erhielt aber ein Wohnrecht im Haus.<br> | ||
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weiß noch genau, wie er auf ein an der Wand seiner Stube hängendes Gewehr zeigte und zu mir sagte: “Fendl, da hängt mein Stutzen, den nimmst, und mit dem tust, wasd' vorher getan, und mir folgst. Ich habe ihm gefolgt und bin wieder ans Wildern und ans Stehlen gegangen,....“<br> | weiß noch genau, wie er auf ein an der Wand seiner Stube hängendes Gewehr zeigte und zu mir sagte: “Fendl, da hängt mein Stutzen, den nimmst, und mit dem tust, wasd' vorher getan, und mir folgst. Ich habe ihm gefolgt und bin wieder ans Wildern und ans Stehlen gegangen,....“<br> | ||
<sup>2</sup>:Sohn der Th. Kügler aus der Ehe mit Josef Eichner | <sup>2</sup>:Sohn der Th. Kügler aus der Ehe mit Josef Eichner<br> | ||