Korbmacher und deren Lebensumstände: Unterschied zwischen den Versionen
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Über ihren Vater schrieb der Raubmörder [[Personen: Gump Ferdinand|Ferdinand Gump]]:<br> | Über ihren Vater schrieb der Raubmörder [[Personen: Gump Ferdinand|Ferdinand Gump]]:<br> | ||
Der alte Hauser aus Walding war mir von Jugend aus bekannt, und ich hatte die Bekanntschaft mit ihm fortgesetzt, weil die Adelheid Fuchs, die Geliebte des Christlhannes, zu seiner Verwandtschaft gehörte. Ich glaubte immer, daß er an unserer Wilddieberei ein gewisses Interesse hätte, denn vieles von dem, was wir erbeuteten, kam ihm und den Seinigen zugute. Dieser alte Mann ist eigentlich mein Unglück gewesen. Denn ich hatte, als mein Vater die Übergabe des Anwesens an mich verweigerte, die Absicht, mir mein Muttergut im Betrage von fünfundsiebzig Gulden auszahlen zu lassen, in ein kleines Anwesen hineinzuheiraten und mich von meiner Hände Arbeit zu ernähren. Davon wollte aber der alte Kerl nichts wissen. Ich | Der alte Hauser aus Walding war mir von Jugend aus bekannt, und ich hatte die Bekanntschaft mit ihm fortgesetzt, weil die Adelheid Fuchs, die Geliebte des Christlhannes, zu seiner Verwandtschaft gehörte. Ich glaubte immer, daß er an unserer Wilddieberei ein gewisses Interesse hätte, denn vieles von dem, was wir erbeuteten, kam ihm und den Seinigen zugute. Dieser alte Mann ist eigentlich mein Unglück gewesen. Denn ich hatte, als mein Vater die Übergabe des Anwesens an mich verweigerte, die Absicht, mir mein Muttergut im Betrage von fünfundsiebzig Gulden auszahlen zu lassen, in ein kleines Anwesen hineinzuheiraten und mich von meiner Hände Arbeit zu ernähren. Davon wollte aber der alte Kerl nichts wissen. Ich | ||
weiß noch genau, wie er auf ein an der Wand seiner Stube hängendes Gewehr zeigte und zu mir sagte: “Fendl, da hängt mein Stutzen, den nimmst, und mit dem tust, wasd' vorher getan, und mir folgst. Ich habe ihm gefolgt und bin wieder ans Wildern | weiß noch genau, wie er auf ein an der Wand seiner Stube hängendes Gewehr zeigte und zu mir sagte: “Fendl, da hängt mein Stutzen, den nimmst, und mit dem tust, wasd' vorher getan, und mir folgst. Ich habe ihm gefolgt und bin wieder ans Wildern und ans Stehlen gegangen,....“<br> | ||
<sup>2</sup>:Sohn der Th. Kügler aus der Ehe mit Josef Eichner | <sup>2</sup>:Sohn der Th. Kügler aus der Ehe mit Josef Eichner | ||