Komplex Adolf Gump: Historisches: Unterschied zwischen den Versionen
Ajnat (Diskussion | Beiträge) |
Ajnat (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 37: | Zeile 37: | ||
====Freikorps Oberland==== | ====Freikorps Oberland==== | ||
Das [[Wissen: Freikorps Oberland| | Das [[Wissen: Freikorps Oberland|Freikorps Oberland]] hatte eine Stärke von gut 1.050 Mann. Am Vormarsch gegen München nahm eine Einheit von 250 Kämpfern teil. Aus dem Raum Freising stießen die "Oberländer" entlang der Isar vor und halfen, die Kräfte der Räterepublik am östlichen Ufer zusammenzudrängen und zu entwaffnen. Danach ging ein Teil des auf über 1.000 Mann angewachsenen Verbandes zusammen mit dem Freikorps Epp als Kader in der im südbayerischen Raum aufgestellten Reichswehrbrigade 21 auf. Die militärisch nicht wiederverwendeten Reste hielt die bayerische Reichswehr zunächst noch in Form einer Zeitfreiwilligenkompanie in Reserve. Im Zuge einer ersten Verringerung der Freiwilligenverbände wurde am 21. Oktober 1919 auch das Freikorps Oberland formell aufgelöst.<br> | ||
Da sie anders als die Masse der lokalen Wehren auch überregional einsetzbar waren, kamen die "Oberländer" zusammen mit ehemaligen Einheiten des Freikorps Epp nach dem Kapp-Putsch schon bei der Niederschlagung des Ruhraufstandes im Frühjahr 1920 wieder zum Einsatz. Um dem immer drängenderen Verlangen der Entente nach einer Auflösung der Wehrverbände zu entgehen, gliederten sie sich nach ihrer Rückkehr von den Ruhrkämpfen 1920 als Zeitfreiwilligenbataillon in den auf das ganze Reich ausgedehnten Dachverband der Organisation Escherich (Orgesch) ein. Hier erreichten sie durch ihren kollektiven Beitritt und ihre überregionale Einsatzbereitschaft die Übernahme als geschlossener Verband im Rahmen der Landfahnen X-XV.<br> | Da sie anders als die Masse der lokalen Wehren auch überregional einsetzbar waren, kamen die "Oberländer" zusammen mit ehemaligen Einheiten des Freikorps Epp nach dem Kapp-Putsch schon bei der Niederschlagung des Ruhraufstandes im Frühjahr 1920 wieder zum Einsatz. Um dem immer drängenderen Verlangen der Entente nach einer Auflösung der Wehrverbände zu entgehen, gliederten sie sich nach ihrer Rückkehr von den Ruhrkämpfen 1920 als Zeitfreiwilligenbataillon in den auf das ganze Reich ausgedehnten Dachverband der Organisation Escherich (Orgesch) ein. Hier erreichten sie durch ihren kollektiven Beitritt und ihre überregionale Einsatzbereitschaft die Übernahme als geschlossener Verband im Rahmen der Landfahnen X-XV.<br> | ||