Der Tatverdacht gegen Adolf Gump: Unterschied zwischen den Versionen

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| style="background: #E5E5E5;| Bernhard Sauer: "Oberschlesien"
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| style="background: #E5E5E5;|Am bekanntesten wurde der Fall des Krappitzer Hoteliers Wilhelm Walenczyk. In seinem Gästehaus war während der französischen Besatzung zeitweilig die französische Intendantur untergebracht. Dies machte ihn offenbar stark verdächtig. Zudem soll Frau Walenczyk geäußert haben, „es komme ihr auf ein paar Tausend Mark nicht an, wenn ihr Mann aus dem Wege geräumt werde". Einer der Mörder soll mit ihr ein Liebes-verhältnis gehabt haben. Jedenfalls wurde Walenczyk als angeblicher polnischer Spion verhaftet und von Angehörigen der „Kriminalabteilung Friedrich" im Wald hingerichtet. Der angebliche Polizeiinspektor a. D. Ernst Friedrich - er nannte sich auch Hauptmann Fischer - gehörte einer Nachrichtenstelle an, die von dem Geheimrat Berger geführt wurde? Der wirkliche Name von Berger war Privatdozent Dr. Arnold Ruge…
| style="background: #E5E5E5;|Am bekanntesten wurde der Fall des Krappitzer Hoteliers Wilhelm Walenczyk. In seinem Gästehaus war während der französischen Besatzung zeitweilig die französische Intendantur untergebracht. Dies machte ihn offenbar stark verdächtig. Zudem soll Frau Walenczyk geäußert haben, „es komme ihr auf ein paar Tausend Mark nicht an, wenn ihr Mann aus dem Wege geräumt werde". Einer der Mörder soll mit ihr ein Liebesverhältnis gehabt haben. Jedenfalls wurde Walenczyk als angeblicher polnischer Spion verhaftet und von Angehörigen der „Kriminalabteilung Friedrich" im Wald hingerichtet. Der angebliche Polizeiinspektor a. D. Ernst Friedrich - er nannte sich auch Hauptmann Fischer - gehörte einer Nachrichtenstelle an, die von dem Geheimrat Berger geführt wurde? Der wirkliche Name von Berger war Privatdozent Dr. Arnold Ruge…
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|Wider den weißen Mord v. Paul Fröhlich
|Wider den weißen Mord v. Paul Fröhlich
|Ende Mai 1920 holte der Pferdewärter  Eduard Seirer aus Pasing auf Befehl des Leiters der Kriminalabteilung der Nachrichten-zentrale Oberland Kriminalinspektor Friedrich (richtiger Name: Fischer) aus Bernburg zusammen mit dem Kriminalwachtmeister Joseph Bump aus aus Karlskron  den Besitzer des Hotels „Deutsches Haus“ in Krappitz aus dem Gefängnis ab. Sie fuhren an eine verschwiegene Stelle des nahen Waldes, wo ihrer der Kriminalleutnant Dressel aus Augsburg wartete. Der Gefangene Hotelbesitzer Valenczyk hatte das Verbrechen begangen während der Zeit der französischen Besatzung in seinem Hotel die französische Intendantur untergebracht zu haben. Ohne daß er wusste was ihm bevorstehe wurde er in den Wald hinter eine kleine Anhöhe geführt und dort von Bump erschossen. In der Kriminalabteilung der Nachrichtenzentrale „Oberland“ war bekannt, daß Dressel der Geliebte der Frau des Hotelbesitzers war und daß diese Frau einmal äußerte, es liege ihr nichts an Tausenden von Mark, wenn ihr Mann beseitigt werde. <br>
|Ende Mai 1920 holte der Pferdewärter  Eduard Seirer aus Pasing auf Befehl des Leiters der Kriminalabteilung der Nachrichten-zentrale Oberland Kriminalinspektor Friedrich (richtiger Name: Fischer) aus Bernburg zusammen mit dem Kriminalwachtmeister Joseph Bump aus Karlskron  den Besitzer des Hotels „Deutsches Haus“ in Krappitz aus dem Gefängnis ab. Sie fuhren an eine verschwiegene Stelle des nahen Waldes, wo ihrer der Kriminalleutnant Dressel aus Augsburg wartete. Der Gefangene Hotelbesitzer Valenczyk hatte das Verbrechen begangen während der Zeit der französischen Besatzung in seinem Hotel die französische Intendantur untergebracht zu haben. Ohne daß er wusste was ihm bevorstehe wurde er in den Wald hinter eine kleine Anhöhe geführt und dort von Bump erschossen. In der Kriminalabteilung der Nachrichtenzentrale „Oberland“ war bekannt, daß Dressel der Geliebte der Frau des Hotelbesitzers war und daß diese Frau einmal äußerte, es liege ihr nichts an Tausenden von Mark, wenn ihr Mann beseitigt werde. <br>
Am 30. Juni 1921 führte  die Nachrichtenzentrale Oberland bei ihrem Abmarsch nach Leobschütz drei Gefangene mit: Karl Görlitz aus Görlitz in Schlesien, Stefan Stellmach aus Bismarckhütte und Kauert,  angeblich Kommunist, Freiwilliger des Bataillons Oestreicher. Nach längeren Märchen wurden sie schließlich von der Straße nach Kasimir abseits in den Wald geführt und von einem Herrn Mußweiler (alias Weiland) erschossen und an der Mordstelle vergraben. Die Testamente von Görlitz und Stellmach wurden von Bump und Mußweiler verbrannt. Bump, Mußweiler und ein Freiwilliger Rahn nahmen das gesamte Vermögen der Toten an sich.
Am 30. Juni 1921 führte  die Nachrichtenzentrale Oberland bei ihrem Abmarsch nach Leobschütz drei Gefangene mit: Karl Görlitz aus Görlitz in Schlesien, Stefan Stellmach aus Bismarckhütte und Kauert,  angeblich Kommunist, Freiwilliger des Bataillons Oestreicher. Nach längeren Märchen wurden sie schließlich von der Straße nach Kasimir abseits in den Wald geführt und von einem Herrn Mußweiler (alias Weiland) erschossen und an der Mordstelle vergraben. Die Testamente von Görlitz und Stellmach wurden von Bump und Mußweiler verbrannt. Bump, Mußweiler und ein Freiwilliger Rahn nahmen das gesamte Vermögen der Toten an sich.